
Manche Druckbegriffe hört man selten und ihre Bedeutung ist daher oft unklar. Einer davon ist «Blaupause». Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Druck- und Kopierwesen und bezeichnete ein spezielles Kopierverfahren, wird heute aber auch in anderen Zusammenhängen verwendet. In diesem Beitrag wird erklärt, was eine Blaupause ist, woher sie kommt und wie sie heute genutzt wird.
Blaupause «einfach erklärt»
Eine Blaupause ist eine Kopie einer technischen Zeichnung oder eines Plans. Früher wurden solche Kopien mit einem speziellen Verfahren hergestellt, bei dem weisse Linien auf blauem Hintergrund entstanden. Heute wird der Begriff oft allgemein für eine Vorlage oder einen genauen Plan verwendet. Die eigentliche Technik ist heute kaum noch im Einsatz.
Definition: Blaupause
Eine Blaupause ist ursprünglich ein kopiertes technisches Dokument oder eine Bauzeichnung, die mithilfe eines fotografischen Verfahrens auf lichtempfindlichem Papier hergestellt wurde. Dabei erscheinen weisse Linien auf blauem Hintergrund, daher der Name.
Heute wird der Begriff „Blaupause“ auch im übertragenen Sinn verwendet, um eine Vorlage, einen Plan oder ein Modell zu bezeichnen, nach dem etwas entwickelt, gebaut oder umgesetzt wird.
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Ursprung
Der Begriff Blaupause stammt aus dem 19. Jahrhundert und geht auf ein Kopierverfahren namens Cyanotypie zurück. Dieses Verfahren wurde 1842 vom britischen Chemiker John Herschel entwickelt.
Ursprünglich diente diese Technik dazu, technische Zeichnungen und Baupläne schnell, detailgetreu und massenhaft zu vervielfältigen, bevor es moderne Kopier- oder Druckmethoden gab.
Das Verfahren war einfach, günstig und vor allem präzise und prägte über Jahrzehnte die Arbeit von Architekten und Ingenieuren.
Herstellung
Zur Herstellung einer Blaupause nutzte man lichtempfindliches Papier, das mit einer Eisen(III)-Salzlösung beschichtet war. Darauf wurde eine durchsichtige Vorlage gelegt, meist eine technische Zeichnung, und anschliessend mit UV-Licht belichtet.
Die belichteten Flächen färbten sich tiefblau, während die von den Linien abgedeckten Bereiche weiss blieben. Nach dem Auswaschen und Trocknen entstand so ein kontrastreiches weisses Linienbild auf blauem Untergrund, die typische Blaupause.
Dieses Verfahren machte es erstmals möglich, Pläne schnell, detailgetreu und haltbar zu reproduzieren, ein Meilenstein für Architektur und Technik.

Heutige Bedeutung
Die heutige Bedeutung der Blaupause hat nur noch wenig mit ihrem ursprünglichen technischen Ursprung zu tun. In der Alltagssprache wird der Begriff meist metaphorisch verwendet, als Vorlage, Plan oder Konzept, das als Grundlage für etwas Neues dient.
Eine Blaupause beschreibt heutzutage also etwas, das nachgeahmt, angepasst oder weiterentwickelt wird, ganz gleich, ob in der Wirtschaft, Psychologie oder Politik.
Beispiele für die heutige Verwendung
Merke: Der Kern der Bedeutung bleibt in jedem Kontext gleich: Eine Blaupause ist immer eine Ausgangsbasis, ein Plan oder ein Vorbild, auf dem Neues aufgebaut wird.
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Synonyme
Der Begriff Blaupause wird heute in vielen Bereichen sinngleich mit anderen Ausdrücken verwendet, die ebenfalls eine Vorlage, ein Modell oder einen Plan beschreiben. Je nach Kontext können unterschiedliche Synonyme passend sein:
| Kontext | Synonyme | Erläuterung |
| Allgemeinsprachlich | Allgemeine Bezeichnung für etwas, das als Grundlage dient | |
| Wirtschaft & Projektmanagement | Strategie, Modell, Framework, Leitfaden | Beschreibt Strukturen oder Prozesse, die übernommen oder angepasst werden |
| Wissenschaft & Forschung | Prototyp, Schema, Referenzmodell | Bezieht sich auf Modelle oder Studien, die als Grundlage weiterer Forschung dienen |
| Psychologie | Prägung, Muster, Grundstruktur | Bezeichnet innere Strukturen oder Verhaltensmuster, die sich wiederholen |
| Technik | Kopie, Nachzeichnung, Entwurf | Verweist auf den ursprünglichen Sinn im Druck- und Konstruktionswesen |
Häufig gestellte Fragen
Eine Blaupause ist ursprünglich eine technische Kopie von Zeichnungen oder Bauplänen. Heute steht der Begriff metaphorisch für eine Vorlage, einen Plan oder ein Konzept, das als Grundlage für etwas Neues dient.
Der Begriff stammt aus dem 19. Jahrhundert und geht auf das Cyanotypie-Verfahren des britischen Chemikers John Herschel zurück. Dabei entstanden weisse Linien auf blauem Hintergrund, wodurch der Name „Blaupause“ entstand.
Eine Blaupause entsteht, indem eine durchsichtige Zeichnung auf lichtempfindliches Papier gelegt und mit UV-Licht belichtet wird. Die belichteten Flächen färben sich blau, die verdeckten bleiben weiss, so entsteht das typische weiss-blaue Linienbild.
Je nach Zusammenhang können Vorlage, Plan, Modell, Muster oder Konzept Synonyme sein.