
Farben spielen eine zentrale Rolle in Design und Druck, da sie massgeblich zur visuellen Wirkung und Wiedererkennbarkeit von Marken beitragen. Ein wichtiger Bestandteil der digitalen Farbkommunikation ist der Hexcode, der die exakte Wiedergabe von Farbtönen ermöglicht. Besonders beim Übergang vom Bildschirm zum Druck ist das Verständnis dieses Farbformats entscheidend, um Farbabweichungen zu vermeiden und konsistente Ergebnisse zu erzielen.
Hexcode «einfach erklärt»
Ein Hexcode ist ein Farbcode, der in Webdesign und digitalen Medien verwendet wird. Er besteht aus einem # und sechs Zeichen aus Zahlen und Buchstaben, zum Beispiel #FF0000 für Rot. Der Code beschreibt, wie stark Rot, Grün und Blau in einer Farbe enthalten sind. So können Farben digital genau festgelegt werden.
Definition: Hexcode
Ein Hexcode ist ein farbcodiertes Zahlensystem, das zur präzisen Darstellung von Farben in digitalen Anwendungen verwendet wird. Der Begriff leitet sich vom Hexadezimalsystem ab, das auf der Basis von 16 Zeichen (0–9 und A–F) arbeitet. Hexcodes werden vor allem im Webdesign, in Grafikprogrammen und bei der digitalen Farbbearbeitung genutzt, um exakte Farbtöne festzulegen, die auf allen Bildschirmen einheitlich wiedergegeben werden können.
Aufbau und Bedeutung der Komponenten
Ein Hexcode basiert auf dem Hexadezimalsystem, das mit 16 Zeichen arbeitet: den Ziffern 0–9 und den Buchstaben A–F. Dieses System ermöglicht die präzise Angabe von Farbwerten in digitalen Anwendungen. Jeder Hexcode beginnt mit einem Rautezeichen (#) und besteht in der Regel aus sechs Zeichen, die den drei Grundfarben des RGB-Farbmodells zugeordnet sind: Rot (R), Grün (G) und Blau (B).
Struktur eines Hexcodes
| Zeichenfolge | Bedeutung | Wertebereich |
| # | Kennzeichnet den Beginn des Hexcodes | - |
| RR | Rotanteil | 00 = kein Rot, FF = maximales Rot |
| GG | Grünanteil | 00 = kein Grün, FF = maximales Grün |
| BB | Blauanteil | 00 = kein Blau, FF = maximales Blau |
Darstellung typischer Farben
| Hexcode | Farbe | Beschreibung | Darstellung |
| #FFFFFF | Weiss | Alle Farbkanäle maximal (FF) | |
| #000000 | Schwarz | Keine Lichtanteile (alle Werte = 0) | |
| #FF0000 | Rot | Rot voll, Grün & Blau aus | |
| #00FF00 | Grün | Grün voll, Rot & Blau aus | |
| #0000FF | Blau | Blau voll, Rot & Grün aus | |
| #FFFF00 | Gelb | Mischung aus Rot & Grün | |
| #00FFFF | Cyan | Mischung aus Grün & Blau | |
| #FF00FF | Magenta | Mischung aus Rot & Blau |
Jede Kombination dieser drei Farbkanäle erzeugt eine eindeutige Farbe. Da jeder Kanal 256 mögliche Werte (von 0 bis 255) annehmen kann, lassen sich mit dem Hexcode über 16 Millionen verschiedene Farbtöne darstellen.
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Hexcodes im Vergleich zu anderen Farbsystemen
Hexcodes sind eng mit anderen Farbsystemen wie RGB, CMYK und HSL verbunden, unterscheiden sich jedoch in ihrem Einsatzbereich und der Darstellungsweise von Farben. Während Hexcodes eine kompakte Schreibweise für digitale Farben darstellen, beschreiben die anderen Modelle Farbtöne auf unterschiedliche Weise, je nach Medium, technischer Grundlage oder gestalterischem Zweck.
Vergleich der Farbmodelle
| Einsatzbereich | Aufbau | Typisch für | |
| Hex | Web / Digital | #RRGGBB | Websites, digitale Designs |
| RGB | Monitorfarben | Rot-Grün-Blau-Werte | Bildschirme |
| CMYK | Druckfarben | Cyan-Magenta-Yellow-Key (Schwarz) | Offset- & Digitaldruck |
| HSL | Wahrnehmungsorientiertes Modell | Farbton, Sättigung, Helligkeit | Designsoftware, Farbkorrektur, kreative Anwendungen |
| Pantone | Sonderfarben | Feste Farbtöne | Markenfarben, Corporate Design |
Die Unterschiede kurz erklärt
Hexcode und RGB beschreiben technisch denselben Farbraum (Rot, Grün, Blau), unterscheiden sich jedoch in der Darstellung:
- RGB nutzt Dezimalwerte (z. B. 255, 0, 0).
- Hex verwendet Hexadezimalwerte (z. B. #FF0000).
Beide eignen sich für digitale Medien, da Bildschirme Lichtfarben additiv mischen.
- CMYK wird im Druckbereich eingesetzt. Es basiert auf subtraktiver Farbmischung (Pigmente statt Licht) und nutzt die Farben Cyan, Magenta, Yellow und Key = Schwarz. Ein Hexcode muss daher vor dem Druck in CMYK-Werte umgerechnet werden, um Farbabweichungen zu vermeiden.
- HSL stellt Farben so dar, wie sie visuell wahrgenommen werden. Es beschreibt nicht technische Farbkanäle, sondern den Farbton (Hue), die Sättigung (Saturation) und die Helligkeit (Lightness). Dieses Modell erleichtert es, Varianten einer Farbe (heller, dunkler, kräftiger) gezielt anzupassen.
Insgesamt sind Hexcodes somit eine präzise, digitale Repräsentation von RGB-Farben, die sich hervorragend für Web und Bildschirm eignen. Für den Druck oder die farbmetrische Bearbeitung müssen sie jedoch in CMYK- oder HSL-Werte umgewandelt werden, um konsistente Ergebnisse über verschiedene Medien hinweg sicherzustellen.
Vom Bildschirm zum Papier
Die Darstellung von Farben unterscheidet sich je nach Medium erheblich. Während Monitore auf Lichtfarben (additive Farbmischung) basieren, entsteht Druckfarbe durch Pigmente (subtraktive Farbmischung). Dadurch wirken viele Töne, insbesondere kräftige Blau-, Grün- oder Neonfarben, im Druck matter oder weniger leuchtend als auf dem Bildschirm. Um dennoch konsistente Ergebnisse auf dem Papier zu erzielen, ist eine präzise Farbumwandlung und ein Softproof vor dem Druck unverzichtbar.
Unterschiede zwischen Bildschirm und Druck
| Aspekt | Bildschirm (RGB/Hex) | Druck (CMYK) |
| Farbmischung | Additiv (Licht) – Kombination von Rot, Grün, Blau | Subtraktiv (Pigmente) – Mischung von Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz |
| Darstellung | Leuchtend, intensiv | Gedämpfter, matter |
| Farbraum | Grösser (mehr mögliche Farbtöne) | Kleiner (nicht alle RGB-Farben reproduzierbar) |
| Medium | Lichtemission | Lichtreflexion |
| Typischer Einsatz | Web, Digitaldesign, Bildschirme | Druckprodukte, Plakate, Broschüren |
Farbumwandlung in der Praxis
Um Farben druckgerecht wiederzugeben, werden sie von Hex- oder RGB-Werten in den CMYK-Farbraum umgerechnet.
Dieser Prozess kann softwaregestützt erfolgen, da jede Anwendung eigene Umrechnungsprofile nutzt.
Umwandlungsschritte:
-
Hex → RGB:
Jeder Hexcode lässt sich in RGB-Dezimalwerte umrechnen (z. B. #0033A0 → RGB 0/51/160). -
RGB → CMYK:
RGB-Werte werden anschliessend in CMYK-Prozentwerte konvertiert (z. B. RGB 0/51/160 → CMYK 100/68/0/37). -
Optional:
Anpassung über Farbprofile (z. B. ISO Coated v2, FOGRA39), um Druckbedingungen zu berücksichtigen.
Softproofing und Testdruck
Vor dem finalen Druckauftrag empfiehlt sich ein Softproof am Monitor oder ein Testdruck, um Farbabweichungen sichtbar zu machen. Dabei wird das Druckergebnis simuliert, sodass Anpassungen an Sättigung, Kontrast oder Farbton rechtzeitig vorgenommen werden können.
Dies ist insbesondere bei Corporate Designs oder Markenfarben wichtig, um Farbtreue und Wiedererkennbarkeit zu gewährleisten.
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Anwendungsbereiche von Hexcodes
Hexcodes finden Anwendung überall dort, wo Farben digital definiert, angezeigt oder reproduziert werden müssen. Sie dienen als universeller Standard, um Farben eindeutig zu beschreiben – unabhängig von Programm, Betriebssystem oder Ausgabegerät. Die wichtigsten Anwendungsbereiche lassen sich in drei Hauptfelder gliedern: Webdesign, Grafikdesign und Druckvorbereitung.
Hexcodes im Druck
Hexcodes spielen eine zentrale Rolle im modernen Druckprozess, da sie die Verbindung zwischen digitalem Design und gedrucktem Endprodukt herstellen. Obwohl sie ursprünglich für den Einsatz auf Bildschirmen entwickelt wurden, sind sie heute ein wichtiges Werkzeug, um Farbkonsistenz über verschiedene Medien hinweg sicherzustellen. Besonders bei Online-Druckaufträgen dienen Hexcodes als Referenzwert, um sicherzustellen, dass die gewünschte Farbe auch im Druck möglichst genau wiedergegeben wird.
Bedeutung von Hexcodes im Druckdesign
Grundlage für digitale Vorlagen
Hexcodes bilden die Basis vieler Layouts, Logos und Grafiken, die digital entworfen und anschliessend für den Druck aufbereitet werden. Sie erleichtern den Übergang vom Bildschirm zum Papier, indem sie Farbwerte eindeutig definieren.
Konsistenz zwischen Web und Print
Markenfarben, die online in Websites, Social-Media-Grafiken oder Präsentationen verwendet werden, können mithilfe von Hexcodes eindeutig identifiziert und später in CMYK- oder Pantone-Werte für den Druck umgerechnet werden. Dadurch bleibt der Farbton im gesamten Markenauftritt konsistent.
Relevanz für Online-Druckereien
Beim Upload von Druckdaten ist die Angabe eines Hexcodes häufig hilfreich, um die gewünschte Farbe zu überprüfen oder automatisch in den passenden CMYK-Wert zu konvertieren. So werden Abweichungen bei der Produktion reduziert.
Abgleich zwischen digitaler Darstellung und Druckergebnis
Hexcodes unterstützen den Vergleich zwischen den leuchtenden Bildschirmfarben und den gedruckten Tönen. Sie dienen als Orientierungspunkt für Designer, Kund:innen und Druckdienstleister, um das gewünschte Farbergebnis zu erzielen.
Anwendung im Webdesign
Im Bereich des Webdesigns sind Hexcodes der gebräuchlichste Farbstandard. Sie werden verwendet, um Farben in HTML-, CSS- oder JavaScript-Dateien festzulegen. Sie bilden die Grundlage für die farbliche Gestaltung von Websites, Benutzeroberflächen, Grafiken und digitalen Druckvorlagen. Durch ihre eindeutige Struktur lassen sich Farben exakt wiedergeben, unabhängig von Gerät, Programm oder Plattform.
Im Webdesign werden Hexcodes in HTML und CSS genutzt, um Farben für Text, Hintergründe, Buttons oder Rahmen zu definieren. Da sie kompakt und eindeutig sind, gelten sie als Standard im digitalen Gestaltungsprozess.
Vorteile im Webdesign:
- Einheitliche Darstellung auf allen Geräten und Browsern
- Kompatibel mit HTML-, CSS- und JavaScript-Umgebungen
- Einfach zu speichern, kopieren und wiederverwenden
- Unterstützt in allen gängigen Design-Tools (z. B. Figma, Adobe XD, Canva)
Grafik- und Kommunikationsdesign
Auch in Grafik- und Layoutprogrammen (z. B. Adobe Illustrator, InDesign, Photoshop oder Affinity Designer) dienen Hexcodes zur präzisen Festlegung von Farben in digitalen Entwürfen.
Sie werden häufig im Rahmen des Corporate Designs eingesetzt, um Web- und Druckmaterialien farblich aufeinander abzustimmen.
Typische Anwendungen:
- Festlegung von Markenfarben für Logos, Icons und Illustrationen
- Anpassung von Webdesigns für Druckvorlagen (Flyer, Plakate, Broschüren)
- Erstellung von Farbpaletten für Layouts und Styleguides
- Verwendung in digitalen Proofs, um Farbabstimmungen zwischen Designer und Druckerei zu erleichtern
Softwareentwicklung und UI/UX-Design
In der App- und Softwareentwicklung werden Hexcodes ebenfalls genutzt, um Benutzeroberflächen farblich zu gestalten.
Durch den Einsatz von Hexcodes können Designer Farbkonzepte klar definieren, in verschiedenen Medien konsistent umsetzen und bei Bedarf präzise in CMYK- oder Pantone-Werte umwandeln, um sie druckgerecht anzupassen. Damit bilden sie eine essenzielle Schnittstelle zwischen digitalem Design und Printproduktion.
Häufig gestellte Fragen
Ein Hex-Code ist eine sechsstellige Farbcodierung, die auf dem Hexadezimalsystem basiert und im digitalen Bereich zur Darstellung von Farben verwendet wird. Er beschreibt die Anteile der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) und ermöglicht so die präzise Wiedergabe von Farbtönen auf Bildschirmen und in digitalen Designs.
Der Hexcode einer Farbe lässt sich mit verschiedenen Werkzeugen ermitteln, etwa durch Farbpipetten in Grafikprogrammen wie Photoshop, Illustrator oder Canva. Auch Online-Farbtools wie Adobe Color, HTML Color Codes oder ColorPicker liefern den exakten Hexwert, wenn man eine Farbe auswählt oder ein Bild hochlädt. Viele Betriebssysteme und Browser-Erweiterungen bieten zudem integrierte Farbwähler, mit denen sich der Hexcode direkt von einer beliebigen Bildschirmfarbe ablesen lässt.
Farben wirken im Druck anders, weil sie auf unterschiedlichen Farbsystemen basieren. Auf Bildschirmen werden Farben durch Licht (RGB) erzeugt, während im Druck Farbpigmente (CMYK) verwendet werden. Da der CMYK-Farbraum kleiner ist als der RGB-Farbraum, können viele leuchtende Bildschirmfarben im Druck nicht exakt wiedergegeben werden, wodurch sie matter oder weniger intensiv erscheinen. Auch Papierart, Druckverfahren und Farbprofil beeinflussen zusätzlich das endgültige Farbergebnis.
Damit eine Hex-Farbe im Druck möglichst genau wiedergegeben wird, sollte sie zunächst in den passenden CMYK-Farbraum umgewandelt werden. Dies kann mithilfe von Farbkonvertierungstools oder professioneller Designsoftware wie Adobe InDesign oder Illustrator erfolgen. Anschliessend empfiehlt sich die Verwendung eines ICC-Farbprofils (z. B. ISO Coated v2) sowie ein Softproof oder Testdruck, um die Farbwirkung zu überprüfen. Für besonders präzise Ergebnisse kann zudem eine Pantone-Farbe als Referenz verwendet werden.
Der Unterschied zwischen Hex und CMYK liegt im jeweiligen Farbraum und Einsatzzweck. Ein Hexcode beschreibt Farben im RGB-Farbraum und wird für digitale Medien wie Websites oder Bildschirme verwendet. CMYK hingegen steht für Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schwarz) und wird im Druckbereich eingesetzt, wo Farben durch Pigmente auf Papier entstehen. Während Hex also auf Lichtfarben basiert, beschreibt CMYK Mischungen von Druckfarben – daher müssen Hex-Farben vor dem Drucken in CMYK-Werte umgerechnet werden.