
Der Zick-Zack-Falz gehört zu den beliebtesten Falzarten im Druck, weil er Inhalte übersichtlich und klar gegliedert präsentiert. Beim Falzen entstehen durch abwechselnde Knickrichtungen die charakteristischen, aufklappbaren Segmente. Diese Struktur eignet sich besonders gut für Informationen, die Schritt für Schritt oder linear aufgebaut sind. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über den Zick-Zack-Falz.
Zick-Zack-Falz «einfach erklärt»
Beim Zick-Zack-Falz wird ein Blatt abwechselnd nach vorne und hinten gefaltet, wie eine Ziehharmonika. Dadurch entstehen mehrere gleich grosse Seiten, die hintereinander aufgeklappt werden können. Diese Falzart eignet sich gut für Flyer mit vielen Abschnitten oder Schritt-für-Schritt-Infos.
Definition: Zick-Zack-Falz
Der Zick-Zack-Falz, auch Leporellofalz genannt, ist eine Falzart, bei der die Seiten eines Druckproduktes abwechselnd nach vorne und hinten gefaltet werden. Dadurch entsteht eine gleichmässig aufgeklappte Struktur, die an ein Ziehharmonika-Muster erinnert.
Kernmerkmale der Zcik-Zack-Falz sind:
- Abwechselnde Falzrichtung: jede Seite wird im Gegentakt gefaltet (Berg- und Talfalz).
- Gleichmässige Paneele: alle Segmente haben die gleiche Breite.
- Linearer Aufbau: ideal für Inhalte, die Schritt für Schritt gelesen werden.
- Flexible Seitenanzahl: häufig 6-, 8-, 10- oder 12-seitig.

Aufbau & Funktionsweise
Der Zick-Zack-Falz zeichnet sich durch seine klar strukturierte Abfolge von Paneelen aus, die im Wechsel nach vorne und hinten gefalzt werden. Dadurch entsteht eine flexible, aufklappbare Form, die sich beliebig erweitern lässt und sowohl für kompakte als auch für umfangreichere Inhalte geeignet ist.
Wie viele Panels sind möglich?
Ein Zick-Zack-Falz kann aus sehr wenigen oder vielen Paneelen bestehen. Gängig sind:
- 6-seitig (3 Paneele pro Seite)
- 8-seitig
- 10-seitig
- 12-seitig und mehr
Je mehr Paneele, desto länger der ausgeklappte Flyer. Die Anzahl muss immer durch zwei teilbar sein, da Vorder- und Rückseite jeweils gleich viele Paneele benötigen.
Die Übersicht zeigt die typische Nutzung je nach Anzahl Paneele pro Seite:
| Gesamtseiten | Anzahl Paneele pro Seite | Typische Nutzung |
| 6 Seiten | 3 Paneele | Standard-Flyer, Events |
| 8 Seiten | 4 Paneele | Produktinfos, Tourismus |
| 10 Seiten | 5 Paneele | Schritt-für-Schritt-Guides |
| 12+ Seiten | 6+ Paneele | Karten, Infomaterialien |
So funktioniert der Falzprozess
Beim Zick-Zack-Falz werden die Paneele abwechselnd nach rechts und links gefalzt, ähnlich wie bei einer Ziehharmonika. Dadurch entsteht die typische, leicht aufzufächernde Struktur.
Der Prozess umfasst:
- Rillen (bei dickeren Papieren): verhindert Aufbrechen der Falzkante
- Erster Falz: Festlegung der Leserichtung
- Wechselnde Berg- und Talfalze: erzeugen das Zick-Zack-Muster
- Endkontrolle: Sicherstellen, dass die Paneele sauber aufeinanderliegen
Der Vorteil der Zick-Zack-Falz besteht darin, dass er maschinell sehr stabil und auch bei höheren Seitenzahlen präzise umgesetzt werden kann.
Falzschema
Ein Zick-Zack-Falz folgt immer dem gleichen Aufbau: Die Paneele werden in einer linearen Reihenfolge gestaltet und anschliessend abwechselnd nach vorne und hinten gefaltet.
Schema:
- Vorderseite: 1 → 2 → 3 → 4 → 5 → 6
- Rückseite: 12 ← 11 ← 10 ← 9 ← 8 ← 7
Wenn der Flyer vollständig aufgeklappt ist, liegen alle Panels nebeneinander in einer geraden Reihe.
Einfach erklärt:
- Panel 1 ist vorne (Titelseite).
- Panel 2 liegt direkt dahinter.
- Panel 3 folgt daneben und so weiter.
- Beim Zusammenfalten knickt jedes Panel abwechselnd in die entgegengesetzte Richtung.
Vorteile
Der Zick-Zack-Falz bietet eine Reihe von Eigenschaften, die ihn zu einer der vielseitigsten und am häufigsten eingesetzten Falzarten machen. Durch seine gleichmässig gefalteten Segmente entsteht eine klare, lineare Struktur, die Inhalte leicht erfassbar macht und sowohl visuell als auch funktional überzeugt.
| Vorteil | Beschreibung |
| ✔ Übersichtliche Leserführung | Die Panels öffnen sich linear, ideal für Schritt-für-Schritt-Inhalte oder klar strukturierte Informationen. |
| ✔ Grosse Präsentationsfläche | Komplett aufgeklappt bietet der Falz viel Platz für Bilder, Grafiken und zusammenhängende Layouts. |
| ✔ Vielseitig einsetzbar | Geeignet für Flyer, Folder, Tourismusmaterial, Produktinfos und viele weitere Anwendungen. |
| Maschinell leicht zu falzen, dadurch meist günstiger als komplexere Falzarten. | |
| Die gleichmässigen Segmente lassen sich gut aufklappen und sind weniger knickanfällig als überlappende Falzarten. |
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Einsatzbereiche
Der Zick-Zack-Falz wird in vielen Branchen eingesetzt, weil er Informationen klar strukturiert und auf einen Blick erfassbar macht. Seine lineare Aufklapp-Logik eignet sich besonders gut für Inhalte, die Schritt für Schritt, thematisch sortiert oder räumlich orientierend dargestellt werden sollen.
Die folgenden Bereiche nutzen den Falz deshalb besonders häufig:
Der Zick-Zack-Falz bietet eine grosse, flexibel nutzbare Werbefläche und eignet sich hervorragend, um Produkte, Dienstleistungen oder Aktionen präsent zu inszenieren.
Typische Anwendungen:
- Aktions- und Angebotsflyer
- Produktübersichten
- Messe- und Eventflyer
- Folder für Kampagnen oder Launches
Gerade im touristischen Umfeld wird der Zick-Zack-Falz wegen seiner leichten Orientierung und des schnellen Zugriffs auf einzelne Abschnitte geschätzt.
Auch im Unternehmensbereich eignet sich der Falz, wenn Inhalte verständlich, logisch und in Etappen dargestellt werden sollen.
Einsatzmöglichkeiten:
- Prozess- oder Produktabläufe
- Onboarding-Informationen
- Schulungs- und Infomaterial
- Leistungsübersichten für Kunden
Durch die segmentierte Struktur lassen sich auch gestalterisch spannende Konzepte umsetzen.
Typische kreative Einsätze:
- Infografiken, die sich Schritt für Schritt entfalten
- Mini-Poster oder Illustrationsreihen
- Storytelling-Formate (z. B. chronologische Abläufe)
- Geschenk- oder Eventkarten mit aufeinander aufbauenden Elementen
Papier
Die Wahl des passenden Papierformats und Materials beeinflusst massgeblich, wie hochwertig und funktional ein Zick-Zack-Falz wirkt. Sowohl das Ausgangsformat als auch die Papierstärke und mögliche Veredelungen bestimmen, wie gut sich der Folder falzen lässt, wie stabil er ist und welchen Eindruck er beim Aufklappen vermittelt.
Typische DIN-Formate
Zick-Zack-Flyer lassen sich in zahlreichen Formaten realisieren, besonders häufig in den DIN-Papierformaten. Je nach Informationstiefe und gewünschter Aufklappwirkung eignen sich unterschiedliche Ausgangsgrössen:
- DIN lang: klassisch für Flyer, sehr handlich
- DIN A4 → DIN lang: viel Platz für Inhalte, mehrere Paneele möglich
- DIN A5 → längliches Endformat: kompakt, für kurze Infoabschnitte
- Quadratische Formate: modern, auffällig, optional mehr Paneele
Hinweis: Je mehr Paneele der Zick-Zack-Falz hat, desto wichtiger ist eine saubere Rillung, damit der Folder sauber aufklappt.
Grammaturen
Die Grammatur beeinflusst sowohl das Falzverhalten als auch das haptische Erlebnis. Zu dünnes Papier wirkt schnell instabil, während zu dickes Papier ohne Rillung brechen kann.
Empfohlene Grammaturen für ein Zick-Zack-Falz sind:
| Grammatur | Eigenschaften | Vorteil | Eignung |
| 135 g/m² |
|
sehr gut falzbar |
|
|
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||
|
Premium-Haptik |
|
Veredelungen & Besonderheiten
Veredelungen erhöhen die Wertigkeit und schützen die Oberfläche, besonders sinnvoll bei Foldern, die häufig in die Hand genommen oder verschickt werden.
Mögliche Veredelungen:
- Dispersionslack: Basisschutz, günstig
- UV-Lack: hohe Farbbrillanz, stark glänzend
- Soft-Touch-Laminierung: edle, matte Haptik
- Glanz- oder Mattfolie: robust, hochwertig, schützt vor Abrieb
Besonderheiten beim Zick-Zack-Falz:
Beim Zick-Zack-Falz ist ab etwa 170–200 g/m² eine Rillung nötig, damit das Papier sauber knickt und keine Falzbrüche entstehen. Veredelungen sollten an den Rilllinien möglichst dünn ausfallen, um die Beweglichkeit zu erhalten. Bei mehr Paneelen sichern präzise Falzmarken ein bündiges, professionelles Endergebnis.
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Gestaltungstipps
Ein Zick-Zack-Falz bietet viel Raum für kreative Gestaltung, erfordert aber eine klare Struktur, damit das Endergebnis beim Aufklappen logisch wirkt.
Damit das Design später reibungslos funktioniert, sollte jedes Segment wie eine eigene kleine Seite betrachtet werden und gleichzeitig als Teil einer durchgehenden Erzählung.
Worauf du achten solltest:
- Paneeldenken statt Seitenlogik: Jedes Falzfeld einzeln anlegen, aber im Gesamtlayout betrachten.
- Klar definierte Leserichtung: Vor allem bei vielen Paneelen auf einen logischen Lesefluss achten.
- Ränder und Sicherheitsabstände: Elemente nicht zu nah an Falz- oder Schnittkanten platzieren.
- Falzversatz einkalkulieren: Bei mehreren Falzungen können leichte Toleranzen auftreten.
- Gestaltungsachsen durchziehen: Linien, Hintergründe oder Farbflächen sollten über Paneele hinweg harmonieren.
Bilder und Überschriften wirken beim Zick-Zack-Falz besonders stark, wenn sie gezielt für die Falzlogik eingesetzt werden.
Tipps für visuelle Elemente:
- Bilder über mehrere Paneele strecken: Sorgt für Dynamik, erfordert aber exakte Ausrichtung.
- Prägnante Headlines pro Segment: Hilft, Inhalte strukturiert und schnell erfassbar zu machen.
- Kontraste und Wiederholungen: Farbige Akzente oder Icons können die Orientierung erleichtern.
- Vorder- und Rückseite mitdenken: Aussenflächen sollten sofort Aufmerksamkeit erzeugen, innen darf die Darstellung ruhiger sein.
- Bildaufteilung prüfen: Motive nicht direkt in Falzlinien platzieren, um unerwünschte Brüche zu vermeiden.
Eine kompakte Übersicht häufiger Probleme und wie man sie vermeidet:
| Fehler | Problematik | Verbesserung |
| Elemente zu nah am Falz | Knicke schneiden Text/ Bilder an | Grosszügige Sicherheitsabstände setzen |
| Unklare Leserichtung | Nutzende klappen unlogisch auf | Paneele sinnvoll nummerieren & strukturieren |
| Inhalt wirkt verschoben | Exakte Masse und Falzversatz berücksichtigen | |
| Zu viel Text pro Segment | Überforderung beim Lesen | Kürzere Absätze & klare Typografie |
| Motiv verliert Wirkung | Bild bewusst platzieren oder nur auf einem Paneel nutzen |
Produktion & Druck
Die Herstellung eines Zick-Zack-Falzes folgt einem klar strukturierten Ablauf, bei dem Dateiqualität, Papierwahl und präzises Falzen zusammenspielen.
Damit das Endprodukt sauber aufgeklappt werden kann und alle Paneele exakt passen, sind sowohl eine korrekte Druckvorstufe als auch eine sorgfältige Weiterverarbeitung entscheidend.
Von der Vorlage zum fertigen Produkt
Eine gute Druckvorlage legt den Grundstein für ein hochwertiges Endergebnis. Wichtig ist, dass Seitenabstände, Falzlinien und Beschnitt korrekt angelegt sind, damit die Inhalte später nicht verrutschen.
Wichtige Schritte:
-
PDF-Export
Sauber angelegte PDF/X-Standards vermeiden Farbverschiebungen und stellen sicher, dass Schriften eingebettet sind. -
Beschnitt & Falzmarken
2–3 mm Beschnitt einplanen; Falzmarken helfen zu prüfen, ob Paneele korrekt proportioniert sind. -
Richtige Paneelbreiten
Besonders bei vielen Falzungen müssen alle Segmente exakt abgestimmt sein, um Versätze zu vermeiden. -
Papierwahl & Rillung
Ab ca. 170–200 g/m² sollte gerillt werden, um Falzbruch zu verhindern und saubere Kanten zu sichern.
Qualitätssicherung
Damit der Zick-Zack-Falz später sauber und einwandfrei funktioniert, prüfen Druckereien mehrere Parameter im Produktionsprozess:
| Qualitätsfaktor | Bedeutung | Was geprüft wird |
| Passgenauigkeit | Exakte Übereinstimmung aller Paneele |
|
| Falzpräzision | Sauberes Aufklappen ohne Widerstand |
|
| Rillqualität | Verhindert Aufbrechen bei stärkerem Papier |
|
| Einheitliche Darstellung über alle Paneele |
|
|
| Endformat | Finaler Zuschnitt |
|
Durch diese Schritte entsteht ein optisch sauberes, funktional stabiles Produkt, das sich mühelos entfalten lässt und die Inhalte exakt so präsentiert, wie geplant.
Alternative Falzarten
Jede Falzart eignet sich für unterschiedliche Inhalte, da jede Variante eine eigene Logik, Struktur und ideale Einsatzform besitzt. Während der Zick-Zack-Falz besonders linear und leicht nachvollziehbar ist, bieten andere Falzarten spezifische Vorteile wie kompakte Aussenformate oder grosse Präsentationsflächen.
Die wichtigsten Eigenschaften der Wickelfalz:
- Seiten werden nacheinander nach innen gefaltet
- Sehr kompakte Aussenform
- Klassischer Aufbau für Image- und Werbeflyer
- Erfordert genaue Planung der Seitenreihenfolge
- Weniger geeignet für lineare Inhalte

Der Alterfalz zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
- Zwei Aussenseiten klappen nach innen
- Grosse zusammenhängende Fläche im Inneren
- Hohe visuelle Wirkung bei geöffnetem Produkt
- Etwas höherer Produktions- und Gestaltungsaufwand
- Ideal für Präsentationen oder Einladungen

Typische Merkmale des Einbruchsfalzes:
- Ein oder mehrere Brüche in dieselbe Richtung
- Sehr einfache und kostengünstige Falzart
- Klare Vorder- und Rückseite
- Weniger Fläche für strukturierte Inhalte
- Geeignet für kurze Informationen oder Handzettel

Merke: Der Zick-Zack-Falz eignet sich besonders für logisch aufgebaute Inhalte mit klarer Leserführung. Andere Falzarten wie Wickel-, Altar- oder Einbruchsfalz bieten Vorteile bei Kompaktheit, Präsentationsfläche oder Produktionskosten, sind jedoch weniger flexibel in der Struktur.
Häufig gestellte Fragen
Ein Zick-Zack-Falz ist eine Falzart, bei der das Papier abwechselnd nach vorn und hinten gefaltet wird. Dadurch entstehen mehrere gleich grosse Segmente, die sich vollständig aufklappen lassen. Diese Falzform eignet sich besonders für übersichtlich strukturierte und linear aufgebaute Inhalte.
Ein Zick-Zack-Falz kann aus mehreren gleich breiten Segmenten bestehen, etwa als 6-, 8- oder 10-Seiter. Die genaue Seitenzahl hängt vom Ausgangsformat und der Falzaufteilung ab.
Der Zick-Zack-Falz eignet sich ideal für Inhalte, die logisch oder schrittweise aufgebaut sind. Typische Anwendungen sind Flyer, Folder, Informations- und Werbematerial mit klarer Leserführung.
Alternativ zur Zick-Zack-Falz gibt es den Wickelfalz, Altarfalz oder Einbruchsfalz. Welche Falzart man verwenden möchte, hängt vom jeweiligen Einsatzbereich ab.