Zeitschriftenartikel zitieren: Der Leitfaden für Studenten

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Zeitschrift zitieren

Definition: Zeitschriftenartikel

Bei einem Zeitschriftenartikel handelt es sich um ein unselbstständiges Werk, allerdings nicht in einem Buch erschienen, sondern in einer Zeitschrift. Wie auch bei Boulevardzeitschriften üblich, erscheinen diese mehrmals im Jahr (nicht jede Woche, aber beispielsweise viermal im Jahr), daher muss hier angegeben werden, um welchen Band es sich handelt (Vol.) und wenn nötig auch die Heftnummer (vgl. Lück & Henke 2009: 83).

Häufig gestellte Fragen

Die Zusammensetzung einer Zitation für einen Zeitschriftenartikel gleicht dem einer Zitation aus einem Buch in fast allen Punkten. Es kommt lediglich ein Punkt hinzu und das ist die Heftnummer. Zum Beispiel:

Ehlich, Konrad: „Alltägliche Wissenschaftssprache“, in: Info DaF 26/1, 1999, S. 3-24.

Hast du eine wichtige Quelle in einer Zeitschrift gefunden und willst diese in deiner Bachelorarbeit verwenden musst du sie zitieren. Wie das Zitat im Text angibst hängt davon ab, welche Zitatstil du für deine wissenschaftliche Arbeit wählst. Ansonsten unterscheidet sich das Zitieren aus einer Zeitschrift dahingehend, dass du auch die Ausgabe bzw. die Heftnummer in deinem Literaturverzeichnis angeben musst.

Ein Jahrgangsnummer ist beziffert im wievielten Jahr die Puplikation bereits erscheint. Die Jahrgangsnummer gilt für alle Hefte die in diesem Jahr erschienen sind und wird durch die Heftnummer ergänzt und bezieht sich auf eine spezielle Ausgabe. Beide Nummern müssen angegeben werden. Sollte das Magazin im ersten Jahr erscheinen, kann es sein das die Jahrgangsnummer nicht explizit angegeben ist.

Das Zitieren eines Onlinebeitrages in der Bachelorarbeit unterscheidet sich in soweit von dem Zitieren einer Printquelle, dass du kein Jahrgangsnummer oder Heftnummer angeben kannst. Bei einem Onlinebeitrag musst du dafür die URL deiner Quelle angeben und das Aufrufdatum des Artikels.

Beispiel:

Mohr, B. (2019, August 20). Zeitschriftenartikel zitieren: Der Leitfaden für Studenten. Abgerufen 4. Februar 2020, von https://www.scribbr.de/aufbau-und-gliederung/fazit-bachelorarbeit/

Wenn du ein Zitat aus einem Interview verarbeiten möchtest, gibst du den Autor des Interviews als Verfasser an, auch wenn er die Aussage nicht getätigt hat, sondern sein Interviewpartner. Das der Interviewte die Aussage getätigt hat kannst du mit in deinen Fließtext einbauen, in der Quellenangabe wird aber nur der Interviewer genannt.

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Zeitschriften zitieren Bachelorarbeit Tipps Beispiel

Alle Bestandteile der Quellenangabe

In der folgenden Tabelle lassen sich auf einen Blick die wichtigsten Bestandteile der Quellenangabe beim Zeitschrift zitieren erkennen. Übersichtlich lässt sich dabei erkennen, welche Angaben genannt werden müssen. Dem Leser werden noch dazu nützliche Beispiele an die Hand gegeben.

Die Tabelle nennt den Verfasser des Artikels als Pflichtbestandteil der Quellenangabe. Der Verfasser des Zeitschriftenartikels kann Beispielsweise diese Form haben: Schmitt, Peter A. Grundsätzlich ist zuerst der Nachname, dann der Vorname des Autors zu nennen. Bei mehreren Vornamen wird der erste ausgeschrieben, weitere werden mit dem ersten Buchstaben abgekürzt.

Danach folgt die Angabe des Titels in Anführungszeichen. Auch dieser Bestandteil ist Pflicht bei der Quellenangabe eines Zeitschriftenartikels. Zur deutlichen Abgrenzung wird empfohlen den Titel der Zeitschrift kursiv zu setzen. So kann man auf einen Blick erkennen bei welcher Angabe es sich um den Titel des Artikels und bei welcher um den Titel der Zeitschrift handelt.

Auch die Ausgabe der Zeitschrift muss genannt werden, um die Quelle einwandfrei identifizieren zu können. Dazu gehört auch noch die Seitenangabe des Artikels. Das vereinfacht auch dem Leser das Finden der Ursprungsquelle.

 

Bestandteil der Quellenangabe Pflicht Beispiele Bemerkungen zum Zeitschriften zitieren
Verfasser des Zeitschriftenartikels Muss - Seidel, Brigitte
- Göpferich, Susanne; Schmitt, Peter A.
- Statistisches Bundesamt Deutschland
- Frey, Dieter L. St.-K. u. a.
- o. V.
- erster Vorname ausgeschrieben, weitere abgekürzt; im Deutschen nicht gebräuchliche Buchstaben oder Schreibweisen dürfen eingedeutscht werden
- o. V. = ohne Verfasser
- der Nachname ist Bestandteil der Kurzreferenz, dort bei mehr als drei Autoren: erster Nachname u. a. (= und andere)
Titel des Zeitschriftenartikels Muss „Zur Stilistik und Linguistik des wissenschaftlichen Fachworts“ Empfehlung: in Anführungszeichen setzen (=unselbstständige Publikation
In: Muss - , in:
- . In:
- Verdeutlicht Einbindung in selbstständige Publikation
- Nur nach Punkt mit großem I
Zeitschriftentitel Muss - Deutsch als Fremdsprache
- Nature
Empfehlung: kursiv gesetzt (=selbstständige Publikation)
Band/Heft oder Erscheinungsdatum Muss - 28/1991
- 23. Jg. (2003)
- 22.03.2015
- Jahreszahl ggf. ergänzen
- Bei Zeitschriften deren Band- und Heftzählung angegeben
- Bei Zeitungen das komplette Erscheinungsjahr
Seitenangabe zum Artikel Muss - S. 145-168
- Seite CVL-CLXIIX
- 25-59
- 63ff
- Achtung: Gibt nicht die zitierte Stelle an, sondern den Ort des Artikels im Sammelwerk!
- f (oder f.) = folgende Seite; ff (oder ff.) = fortfolgende Seiten (min. 2), bei mehr als 3 Seiten besser Schreibweise mit Bis-Strich: S. 267-275

Oft gesucht: Bachelorarbeit drucken und binden lassen

Beispiele

Ehlich, Konrad: „Alltägliche Wissenschaftssprache“, in: Info DaF 26/1, 1999, S. 3-24.

An diesem Beispiel kann man gut die einzelnen Bestandteile erkennen, die beim Zitieren eines Zeitschriftenartikels relevant sind. Ganz vorne muss der Verfasser des Artikels stehen. Dabei ist zuerst der Nachname anzuführen, da später auch das Literaturverzeichnis alphabetisch nach den Namen der Autoren sortiert wird. Der Titel des Artikels wird in Anführungszeichen angegeben.

Wichtig ist auch, diesen Titel mit dem Wort „in“ vom Namen der Zeitschrift zu trennen. Ein Komma reicht dafür nicht aus. Es folgt die Angabe des Hefts bzw. Bands und das Erscheinungsdatum der Zeitschrift. Im Beispiel bedeutet 26/1, dass die Zeitschrift zum 26. Mal erschienen ist und es sich um das erste Heft im Jahr handelt. Nicht vergessen: Auch die Seitenangabe zum Artikel muss mit in die Quellenangabe des Zeitschriftenartikels.

Regeln zur Quellenangabe auf einen Blick

Das folgende Bild verdeutlicht die Regeln zur Quellenangabe beim Zitieren eines Zeitschriftenartikels. Dabei werden die bibliographischen Angaben aufgelistet, geklärt ob diese Pflicht in der Quellenangabe eines Zeitschriftenartikels sind und eine Bemerkung bzw. Erklärung zum jeweiligen Element bereitgestellt. Auf diesem Wege soll Studierenden auf einfache Weise gezeigt werden, wie sie am besten ihre Quellenangabe gestalten.

Beim Zitieren aus einem Zeitschriftenartikel sind für die Quellenangabe folgende Elemente wichtig:

Verfasser des Artikels
„Titels des Artikels“
in:
Zeitschriftentitel
Band/Heft
Seitenangabe

Wichtig ist es, die Ausgabe der Zeitschrift mit in die Quellenangabe aufzunehmen. Das sieht dann beispielsweise so aus: 28/1991. Zu finden ist diese Angabe oft direkt auf dem Titelblatt der Zeitschrift.

Oertner, St. John & Thelen 2014: 48-49

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Quellennachweise

Lück, Wolfgang, Michael Henke. 2009. Technik des wissenschaftlichen Arbeitens – Seminararbeit, Diplomarbeit, Dissertation. 10. Aufl. Oldenbourg Verlag: München.

Oertner, Monika, Illona St. John & Gabriele Thelen. 2014Wissenschaftlich Schreiben – EinPraxisbuch für Schreibtrainer und Studierende. Paderborn: Wilhelm Fink.

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