Studentenjob – Was du wissen und beachten solltest

10.05.23 Studenten-Service Lesedauer: 7min

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Das lustige und unbeschwerte Leben der ewigen Studenten – wer kann sich das schon leisten? In der Regel halten sich Studenten mit einem Studentenjob finanziell über Wasser, was angesichts des Lernpensums gar nicht so einfach ist. Umso wichtiger ist es, dass du die für dich geeignete Variante auswählst. Welche Möglichkeiten du in puncto Studentenjob hast und was du beachten solltest, das erfährst du im Folgenden.

Studentenjob «einfach erklärt»

Viele Studenten fangen neben ihrem Studium an einer Fachhochschule oder Universität an zu arbeiten. Mit dem Verdienst können sie sich ihr Studentenleben besser finanzieren und dabei wertvolle Erfahrungen für die spätere berufliche Zukunft sammeln. Um sich für die richtige Tätigkeit zu entscheiden, gilt es einiges zu beachten und verschiedene Arten der studentischen Jobs zu kennen.

Die unterschiedlichen Anstellungsarten

Auch das Studentenleben kostet Geld – und nicht immer können oder sollen die Eltern einspringen. Nicht umsonst gehen viele deiner Kommilitonen einem Studentenjob nach, um sich neben dem Studium etwas dazuzuverdienen. Allerdings sind die jeweiligen Bedingungen und Konsequenzen ebenso vielfältig wie die Möglichkeiten.

Neben der Variante der Werkstudententätigkeit kannst du beispielsweise

  • einem Minijob,
  • einem Midijob oder
  • einer kurzfristigen Beschäftigung

nachgehen.

Bevor du also aktiv nach einem Studentenjob suchst, solltest du dich mit den verschiedenen Anstellungsarten und -modalitäten auseinandersetzen: Einerseits kannst du so eventuell Sozialabgaben sparen, andererseits vielleicht schon heute die Weichen für deine berufliche Karriere stellen.

Langfristig geringfügig entlohnte Beschäftigungen

Die auf lange Sicht ausgelegte Studentenjob-Variante ist eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, also der sogenannte Minijob. Dieser ist an eine Verdienstgrenze geknüpft: Bis zum 30.9.2022 darfst du 450 Euro monatlich bzw. 5.400 Euro jährlich und ab 1.10.2022 pro Monat 520 Euro bzw. 6.240 Euro im Jahr verdienen, um von den Vorteilen zu profitieren.

Diese liegen insbesondere darin, dass du keine Sozialabgaben oder Lohnsteuern zahlen musst – sofern du die Verdienstgrenzen einhältst und einen entsprechenden Antrag stellst. Dein Arbeitgeber führt einen Pauschalbeitrag ab. Es steht dir jedoch frei, den Differenzbetrag zu den eigentlichen Sozialabgaben freiwillig zu begleichen und damit Ansprüche aus den Sozialversicherungen zu erwerben.

Bei deiner Suche nach einem Studentenjob wirst du auf Minijob-Angebote stoßen, die die Verdienstmöglichkeiten nicht ausschöpfen – also weit unter 450 bzw. 520 Euro monatlich bleiben. Diese kannst du auch kombinieren. Sofern du die Verdienstgrenzen insgesamt nicht überschreitest, bleibt es bei den vorteilhaften Regelungen.

Kurzfristig geringfügig entlohnte Beschäftigungen

Sofern du einen Studentenjob für eine überschaubare Zeit annimmst, kann diese ebenfalls sozialversicherungsfrei bleiben. Hier spielt nicht der Verdienst die Hauptrolle, sondern die Dauer der Beschäftigung, die drei Monate bzw. 70 Arbeitstage im jeweiligen Jahr nicht übersteigen sollte. Allerdings fällt hierbei Lohnsteuer an. Diese kann wahlweise pauschal mit 25 Prozent angesetzt werden oder individuell nach Steuerklasse. Ein solcher Studentenjob empfiehlt sich bevorzugt in den Semesterferien, wenn du keine Vorlesungen hast.

Eine weitere Variante ist der Midijob: Wie der Name schon andeutet, verdienst du hier mehr als 450 bzw. 520 Euro monatlich, aber weniger als 1.300 bzw. 1.600 Euro pro Monat. Bei einem solchen Studentenjob fallen zumindest reduzierte Sozialabgaben an, damit sich der Mehraufwand an Arbeit auch für dich lohnt. Diese Variante greift bei vielen Werkstudenten, die neben dem Studium einem auf Dauer angelegten Teilzeitjob nachgehen.

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BAföG, Studentenstatus und Pflichtpraktikum

Nimmst du für dein Studium BAföG, in Anspruch, solltest du auf Folgendes achten:

Übersteigt dein Verdienst die für geringfügige Beschäftigungen geltenden Einkommensgrenzen, wird diese Förderung gekürzt. Maßgeblich ist dein Jahreseinkommen im Bewilligungszeitraum. Solltest du im jeweiligen Jahr für weniger als zwölf Monate BAföG beziehen, wird auch die Verdienstgrenze entsprechend reduziert.

Eine weitere wichtige Regel für deinen Studentenjob: Während der Vorlesungszeit darfst du maximal 20 Stunden wöchentlich arbeiten, sonst riskierst du deinen Studentenstatus in der Sozialversicherung. Diese Regel greift allerdings nicht während eines Pflichtpraktikums und in den Semesterferien.

Praktische Erfahrungen sind wichtig – nicht umsonst gibt es in einigen Studiengängen ein Pflichtpraktikum. Allerdings gelten für diese nicht die Regelungen zum Mindestlohn bzw. der Mindestvergütung für Praktika. Da Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet sind, Praktika mit einer Dauer von unter drei Monaten zu entlohnen, solltest du bei deiner Auswahl genau hinschauen – die Praktikumsangebote unterscheiden sich gewaltig!

Über die eigenen Ansprüche im Klaren sein

Nun hast du eine Fülle an Informationen erhalten und solltest diese erst einmal sortieren.

Wäge also genau ab,

  • welche Art von Studentenjob sich mit deinem Studium vereinbaren lässt,
  • ob und warum diese Anstellungsart für dich sinnvoll ist und
  • ob auch Alternativen infrage kommen.
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Wo findest du einen Studentenjob?

Sind die Bedingungen nun geklärt, unter denen du neben deinem Studium am besten arbeiten kannst, stellt sich die Frage: Welche Kanäle stehen dir offen, um einen passenden Studentenjob zu finden? Auch darauf gibt es mehrere Antworten – hier die erfahrungsgemäß wichtigsten:

Es gibt zahlreiche Stellenbörsen im Internet, doch nicht alle befassen sich mit dem Thema Studentenjob: Während einige als Allrounder agieren, spezialisieren sich andere auf bestimmte Branchen, Zielgruppen oder Regionen – oder sie präsentieren dir allgemeine Informationen rund um den Studentenjob. Die Vorgehensweise folgt grundsätzlich einem klaren Prozess:

  1. Du suchst dir eine Online-Jobbörse für Studenten aus.
  2. Du sondierst die veröffentlichten Stellenangebote.
  3. Kommt ein Angebot infrage, meldest du dich an.
  4. In der Regel kannst du jetzt Kontakt zum Unternehmen aufnehmen und deine Bewerbungsunterlagen hochladen.

Je nach Portal kannst du verschiedene Filter nutzen, um die Studentenjobangebote zu sortieren:

Beispielfilter

  • Anstellungsart
  • Berufsfeld
  • Branche
  • Region/Standort

Bei größeren Job-Portalen sind die Abläufe sehr ausgereift: Du erhältst Unterstützung bei der Bewerbung, sodass sich deine Chancen verbessern. Darüber hinaus kannst du davon ausgehen, dass die Konditionen für deinen Studentenjob geprüft und entsprechend fair sind. Vor allem aber sparst du dir eine Menge Zeit, denn du kannst aktuelle Jobangebote übersichtlich auflisten und die Vor- und Nachteile nach deinen Prämissen abwägen.

Solltest du bereits klare Vorstellungen von deiner beruflichen Karriere haben, dann kann die Recherche nach einem Studentenjob auf den Webseiten relevanter Unternehmen durchaus sinnvoll sein:

Hier werden die offenen Stellen ebenso publiziert wie auf den großen Online-Portalen, du ersparst dir aber den Umweg. Zudem zeigst du bereits an dieser Stelle dein ausgeprägtes Interesse, dich in das Unternehmen einzubringen und quasi von der Pike auf zu lernen.

Als typische Karriere-Netzwerke gelten XING und LinkedIn – ein gut gepflegtes Profil auf diesen Seiten kann sich für deine Karriere als sehr nützlich erweisen: Gibt es beispielsweise Unternehmen, in denen du nach dem Abschluss deines Studiums einen Job in Erwägung ziehst, dann kannst du dich hier mit Sicherheit schon jetzt vernetzen und dich eventuell in einem Studentenjob bereits dem Unternehmen präsentieren.

Darüber hinaus schreiben digital aufgestellte Unternehmen dort ihre offenen Stellen aus und erlauben die direkte Bewerbung. Dazu übermittelst du einfach dein Profil, das entsprechend professionell, aussagekräftig und vor allem aktuell aufgestellt sein sollte.

Eine der interessanten Anlaufstellen ist deine Uni oder dein Institut: Hier werden regelmäßig studentische Hilfskräfte gesucht und am sogenannten Schwarzen Brett als Studentenjobs ausgeschrieben. Sinnvoll ist es, wenn du einen guten Draht zum relevanten Professor entwickelst – hier spielen Beziehungen und Empfehlungen eine wichtige Rolle.

Ebenfalls am Schwarzen Brett findest du Ausschreibungen zu Studentenjobs, die über die Studentenwerke vermittelt werden. Und: Das berühmte Schwarze Brett kann durchaus auch digitaler Natur sein – statt des sprichwörtlichen Aushangs kann es also auch ein Online-Portal als Unterseite der Homepage deiner Uni geben.

Auch wenn die digitalen Alternativen einige gravierende Vorteile aufweisen, kannst du immer noch in Zeitungen einen Studentenjob finden: Vor allem regionale Blätter sind hier interessant, da du naturgemäß Stellen vor Ort angeboten bekommst. Vielleicht kennst du das Unternehmen schon oder es sind Bekannte von dir dort beschäftigt? Unter diesen Voraussetzungen ließen sich die Wege deutlich abkürzen.

Empfehlungen sind immer gut – auch bei einem Studentenjob ist das nicht anders: Arbeitet eine bekannte Person in einem Unternehmen, welches attraktive Studentenjobs zu vergeben hat, kann sie dir durchaus die Wege ebnen. Vor allem können Freunde ihre bereits im Unternehmen gemachten Erfahrungen mit dir teilen und dir dadurch einen Vorteil verschaffen.

Häufig gestellte Fragen

Als Studentenjob kommen neben Minijobs, Midijobs und kurzfristigen Beschäftigungen auch Praktika infrage – sofern diese angemessen bezahlt werden.

Sofern du die Verdienstgrenzen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung nicht überschreitest, bleibt dein Verdienst sozialversicherungsfrei.

Grundsätzlich darfst du verdienen, so viel du willst – allerdings musst du ab 6.240 Euro (ab 1.10.2022) pro Jahr Sozialabgaben und ab 9.744 Euro jährlich Lohnsteuern bezahlen. Außerdem riskierst du deinen Studentenstatus bei der Sozialversicherung, solltest du mehr als 20 Wochenstunden während der Vorlesungszeit arbeiten.

In erster Linie empfehlen sich für die Suche nach einem Studentenjob spezialisierte Online-Portale, aber auch Unternehmenswebsites, regionale Zeitungen, das Schwarze Brett und soziale Netzwerke eignen sich dafür gut.

Wichtig sind neben dem Verdienst die zeitliche Flexibilität und das passende Arbeitsumfeld, das dich im besten Fall beruflich voranbringt.

Quellen

Deutsche Rentenversicherung: Mini- und Midijobber. Regelungen für Geringverdiener, in: deutsche-rentenversicherung.de, [online] https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Arbeitnehmer-und-Selbststaendige/04_Mini-Midi-und-Nebenjobs/mini-midi-und-nebenjobs_node.html (zuletzt abgerufen am 05.04.2023)

Informationsportal Arbeitgeber Sozialversicherung: Minijob Reform beschlossen: Das gilt ab 01. Oktober 2022, in: informationsportal.de, 30.09.2022, [online] https://www.informationsportal.de/minijob-reform-beschlossen-das-gilt-ab-1-oktober-2022/, (zuletzt aufgerufen am 05.04.2023)