Pomodoro-Technik – so wird sie richtig angewendet!

04.01.21 Prüfungsvorbereitung Lesedauer: 6min

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Pomodoro-Technik-01

Viele Schüler, Studenten und Auszubildende gehen oft verschwenderisch mit ihrer Zeit um. Sie schieben wichtige Aufgaben lange auf und verfallen in Hektik, sobald die Deadline ansteht. Deshalb möchten wir dir hier die Pomodoro-Technik vorstellen: Damit kannst du nicht nur zeiteffizient, sondern auch unglaublich produktiv arbeiten. So startest du jedes Semester gut gewappnet in eine erfolgreiche Prüfungsvorbereitung!

Pomodoro-Technik „einfach erklärt“

Die Pomodoro-Technik ist eine einfache Methode, um produktiver zu arbeiten. Du arbeitest für eine kurze Zeit konzentriert an einer Aufgabe und machst dann eine kurze Pause. Nach ein paar dieser Arbeits- und Pausenintervalle machst du eine längere Pause. Das hilft, deine Konzentration zu halten und effizienter zu arbeiten.

Definition: Pomodoro-Technik

Die Pomodoro-Technik gilt heute als eine der modernsten Zeitmanagement-Methoden, um komplexere Aufgaben zeiteffizient und produktiv zu bewältigen. Sie basiert darauf, dass du dir deine Arbeitszeit vorausschauend in kleine bzw. kurze Intervalle von etwa 25 Minuten (Pomidori) einteilst und dich nach Absolvieren dieser mit kurzen Pausen belohnst. Nach vier Pomodori soll eine längere Pause eingelegt werden, um wieder frische Energie zu tanken.

Nachfolgend ist der typische Ablauf einer Pomodoro-Session visuell dargestellt:

Während du dich in den Arbeitszeiten möglichst störungsfrei auf eine kleine, detailliert festgelegte Aufgabe fokussierst und diese abarbeitest, entspannst du in den Pausen komplett. Der geplante Wechsel von Arbeits- und Entspannungsphasen führt letztendlich dazu, dass du deine realistisch gesetzten Deadlines erfüllst, ohne in Stress zu verfallen.

Die Pomodoro-Technik hilft, Fokus und Konzentration zu verbessern, indem sie größere Aufgaben in überschaubare Abschnitte unterteilt und regelmäßige Pausen zur Erholung einplant. Durch diese Strukturierung der Arbeit können Menschen effektiver arbeiten, Ablenkungen reduzieren und ihre Energie besser managen, was letztendlich zu einer optimalen Produktivität beitragen kann.

Entstehung

Die Pomodoro-Technik wurde in den 1980er-Jahren von dem Italiener Francesco Cirillo entwickelt. Dieser kämpfte während seines Studiums mit starken Konzentrationsstörungen beim Lernen sowie der Angewohnheit, unangenehme Aufgaben bis zum letzten Zeitpunkt aufzuschieben. Die Deadline einzuhalten überforderte Cirillo nicht nur, sondern stresste ihn zunehmend.

Nachdem Cirillo erfolglos verschiedenste Zeitmanagement-Methoden ausprobiert hatte, fasste er sich das Ziel, 25 Minuten konzentriert zu arbeiten und sich anschließend mit einer Pause von 5 Minuten zu belohnen. Seiner Ansicht nach war der Zeitraum von 20 bis 30 Minuten zu gering, um die Konzentration zu verlieren, sich zu verzetteln oder sich ablenken zu lassen. Die Aussicht auf Entspannung motivierte ihn zusätzlich extrinsisch. Um die Arbeitszeit im Blick zu haben, stoppte er diese mit einem Küchenwecker, der die Form einer Tomate hatte. Diesem Küchenutensil verdankt die Pomodoro-Technik ihren Namen, schließlich bedeutet der Begriff Pomodoro im Italienischen Tomate!

Tatsächlich schaffte er es, in seiner festgelegten Arbeitszeit störungsfrei zu arbeiten. Er erkannte hierbei, dass er in dieser genauso viel geschafft hatte wie zuvor an einem einzigen Tag. Dieser Erfolg motivierte ihn nicht nur, sondern zeigte ihm auch auf, wie effektiv diese Technik ist.

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Anwendung

Die Simplizität der Pomodoro-Technik ist einzigartig, weshalb diese Methode sich heutzutage größerer Beliebtheit erfreut.

Pomodoro-Technik 1. Schritt

Grundlegend solltest du wissen, dass diese Technik sich durch einen regelmäßigen Wechsel von Arbeitsphasen und Entspannungspausen auszeichnet. Das Pomodoro Prinzip sieht nämlich vor, dass du dir zunächst all deine anstehenden Aufgaben auf einer To-Do-Liste notierst und sie anschließend priorisierst. In diesem Schritt ähnelt die moderne Zeitmanagement-Technik beispielsweise der ABC-Analyse oder dem Eisenhower-Prinzip.

Pomodoro-Technik 2. Schritt

In einem nächsten Schritt wählst du dir eine Aufgabe aus und formulierst dein Lern- bzw. Arbeitsziel schriftlich. Du solltest an dieser Stelle darauf achten, dass das Lösen der Aufgabe in einem Zeitumfang von 25 Minuten realistisch ist. Ist dies nicht der Fall, solltest du die Aufgabe in kleinere Aufgaben unterteilen.

Beispiel: Verfassen eines Essays

Aufgaben werden unterteilt in „Literatur sichten“, „Informationen sortieren und Argumentationslinie festlegen“ und „Essay verfassen“.

Benötigst du für eine Aufgabe wie dem Beantworten von E-Mails dagegen weniger als 25 Minuten, solltest du eine weitere Aufgabe in deine Arbeitsphase hinzufügen.

Pomodoro-Technik 3. Schritt

Nun stellst du deinen Timer auf 25 Minuten und beginnst deine Arbeit. Arbeite in dieser Phase fokussiert und vermeide es, gestört zu werden. Schalte also dein Handy aus und verschließe die Tür. Sobald 25 Minuten vorbei sind, beendest du deine Arbeit und machst eine fünfminütige Pause. Auch hier ist es empfehlenswert, dass du die Pausenzeit stoppst, schließlich liegt es in der Natur des Menschen, die Entspannungsphase zu überziehen. Die Kombination von Arbeits- und Entspannungsphase wird Pomidori genannt.

Pomodoro-Technik 4. Schritt

Die Pomodoro-Technik sieht vor, dass du nach 4 Pomidori eine längere Pause von einer halben Stunde machst, bevor du den Ablauf von Neuem beginnst. Ein vollständiger Pomodoro-Zyklus benötigt also 2 Stunden und 25 Minuten. Bereits in dieser kurzen Zeit wirst du enorm viel schaffen und stolz auf dich sein! Solch ein Erfolg motiviert dich für alle zukünftigen Projekte und führt dich immer mehr zu einer produktiven Prüfungsvorbereitung.

Natürlich kannst du die Dauer deiner Arbeitszeit variieren, schließlich kennst du dich und deine Arbeitsweise am besten. Wichtig ist jedoch, dass du den Wechsel zwischen konzentrierter Arbeit und Entspannung beibehältst und damit vermeidest, dass deine Konzentration zu schnell nachlässt.

Viele Menschen, die die Pomodoro-Technik nutzen, empfinden es als hilfreich, ihre Arbeit zu protokollieren, um diese am Ende des Tages oder einer Woche auszuwerten. Dadurch erkennen sie, in welcher Zeit sie besonders effektiv und produktiv arbeiten sowie, in welcher Zeit die meisten Störungen auftreten, die vermieden werden können.

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Vor- und Nachteile

Vorteile Nachteile
einfaches Prinzip, welches nur wenig Hilfsmittel benötigt (Papier, Stift, Uhr) unflexibel, denn wenige Aufgaben in exakt 25 Minuten bearbeitbar
disziplinsteigernd und produktivitätssteigernd strikt durchgeplanter Tag, ohne Störungen ist utopisch
ermöglicht fokussiertes Arbeiten
steigert Konzentration
Aufteilung der Aufgaben erleichtert den Beginn der Arbeit
Motivation durch belohnende Entspannungspausen
mit weniger Stress an das Ziel gelangen
gesundheitsfördernd, denn Pausenzwang führt zum Schutz vor Überanstrengung

Digitale Hilfsmittel

Es gibt eine Vielzahl von digitalen Tools, die die Pomodoro-Methode unterstützen können. Diese Tools bieten Timer-Funktionen, Benachrichtigungen für Arbeits- und Pausenintervalle sowie häufig zusätzliche Funktionen zur Aufgabenverwaltung, um die Produktivität zu steigern und den Nutzern zu helfen, das Pomodoro-Prinzip zu verinnerlichen.

Nachfolgend eine kleine Auswahl an web- und appbasierten Anwendungen, die hierfür verwendet werden können:

Zusammenfassung

  • Die Pomodoro-Technik fördert dein Selbstmanagement und erhöht dein Arbeitspensum
  • Keine Zeitverschwendung mehr dank der Pomodoro-Technik; die Methode hilft, Aufgaben fokussiert und zeiteffizient zu bearbeiten
  • Die Pomodoro-Technik vermeidet Stress
  • Die Pomodoro-Technik ermöglicht nachhaltigeres Lernen und bessere Noten in Schule und Studium
  • Schluss mit dem Prokrastinieren!

Häufig gestellte Fragen

Heutzutage gibt es zahlreiche Zeitmanagement-Techniken, die die Bedürfnisse verschiedener Arbeitstypen bedienen wollen. Hierzu zählen neben den allseits bekannten To-Do-Listen, beispielsweise die ABC-Analyse oder das Eisenhower-Prinzip. Beide vermitteln, dass du deine Aufgaben priorisieren und nach dieser Reihenfolge bearbeiten sollst. Motivation sowie Störungen werden bei diesen Methoden jedoch nicht beachtet, dabei sind dies doch die häufigsten Ursachen, die die Mehrheit der Menschen vom effizienten Arbeiten abhalten.

Nicht nur Wissenschaftler, sondern auch viele Menschen, die die Pomodoro-Technik nutzen, sind sich einig, dass die Simplizität der Technik diese besonders attraktiv macht. Du brauchst lediglich einen Stift, ein Blatt Papier sowie einen Timer. Dabei ist es vollkommen egal, ob es eine Eieruhr, ein Handywecker oder die simple Stoppuhr auf deiner Armbanduhr ist! Ebenfalls gibt es zahlreiche digitale Anwendungen, die hilfreich sein können und oft sogar noch weitere praktische Funktionen aufweisen.

Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass die Pomodoro-Technik sich schlichtweg für jeden eignet, der in kurzer Zeit möglichst produktiv und effektiv arbeiten möchte. Es ist also vollkommen egal, ob du Schüler, Student, Auszubildender oder Bürofachkraft bist. Wenn du es satt hast, dich nicht für deine Aufgaben motivieren zu können und diese ständig vor dich herzuschieben, solltest du den Versuch wagen und die Pomodoro-Technik ausprobieren!

Das ist kein Problem, denn du kannst die Pomodoro-Technik auf deine eigenen Bedürfnisse anpassen! So besteht die Möglichkeit, die 25-Minuten-Intervalle durch 15-Minuten Intervalle oder 35-Minuten-Intervalle zu ersetzten. Wichtig ist, dass du das Grundprinzip, nämlich den strickten Wechsel zwischen fokussierter Arbeit und Entspannungspausen beachtest.

Probiere dich einfach aus und schau, welche Zeit für deine Arbeitsintervalle für dich am effektivsten ist!