Akkusativ – Definition, Beispiele und Sonderfälle

23.10.23 Kasus Lesedauer: 6min

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Akkusativ-01

Es gibt 4 Kasus im Deutschen: Nominativ, Dativ, Genitiv und Akkusativ. Diese Fälle sind essenziell für das Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten und jeglichen anderen Texten in deutscher Sprache. Der Akkusativ ist der vierte Fall. Dieser lässt sich als unbestimmter oder auch bestimmter Akkusativ unterteilen. Um dies und alles Weitere zu diesem Thema zu erfahren, lies dir einfach den folgenden Beitrag durch.

Akkusativ «einfach erklärt»

Der Akkusativ im Deutschen ist der vierte Fall und stellt die Frage „Wen oder was?“.

Definition: Akkusativ

Der Akkusativ im Deutschen ist einer der vier Fälle und wird auch als «Wen-Fall» bezeichnet, weil die zugehörige Frage lautet: «Wen oder was?» Er wird oft genutzt, um ein direktes Objekt in einem Satz zu bezeichnen, also die Person oder Sache, die die Handlung unmittelbar empfängt. So kann erkannt werden, wer oder was von der Handlung des Verbs betroffen ist.

Akkusativ-Definition

Unterschieden werden muss der vierte Fall in den bestimmten Akkusativ (mit einem bestimmten Artikel) und den unbestimmten Akkusativ (mit einem unbestimmten Artikel).

Erkennungsmerkmale

Du kannst den Akkusativ anhand von drei Methoden erkennen. Die Möglichkeiten sind:

  • Erfragen mit der Frage «Wen oder was?»
  • Direkte Auswirkung der Handlung herausfinden
  • Bestimmen anhand von Artikel oder Pronomen

Die bekannteste und am weitesten verbreitete Möglichkeit, um den Kasus zu bestimmen, ist die Frage «Wen oder was», da du somit sowohl den Akkusativ herausfindest, als auch bestimmst, worauf sich die Handlung des Satzes direkt auswirkt.

Frage "Wen oder was?"

Der Akkusativ kann in einem Satz erfragt werden. Dieser Fall beantwortet oft die Frage «Wen?», hier wird nach Lebewesen gefragt, oder «Was?», die Frage bezieht sich vorwiegend auf Dinge.

Beispiel

Ich lese ein Buch.

  • Wen oder was liest du?
  • «Ein Buch».

Direkte Auswirkung der Handlung

Alternativ kannst du bestimmen, worauf sich die Handlung des Satzes direkt auswirkt. So bestimmst du das direkte Objekt des Satzes, welches häufig im Akkusativ steht.

Beispiel

Er trinkt einen Kaffee.

  • Worauf wirkt sich die Handlung des Trinkens direkt aus?
  • «Einen Kaffee», denn dieser wird getrunken, während «Er» die Handlung ausübt.

Artikel und Pronomen

Zudem wird der Kasus anhand der Artikel und Pronomen erkannt. Hierbei musst du beachten, dass nicht alle Artikel direkt zugewiesen werden können. Viele Artikel treten auch in verschiedenen Funktionen auf. Die folgende Auflistung zeigt, dass eine eindeutige Unterscheidung der Artikel nur bei maskulinen Begriffen im Singular möglich ist.

  • Maskulin: den, einen
  • Feminin: die, eine
  • Neutrum: das, ein
  • Plural: die

Beispiel

Wir sehen den Film.

  • In diesem Fall handelt es sich um ein maskulines Nomen im Singular
  • «Den Film» kann am Artikel «den» erkannt werden.
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Deklination

Der bestimmte Akkusativ beschreibt den vierten Fall, der mit einem bestimmten Artikel gebildet wird. Der unbestimmte Akkusativ hingegen beschreibt den Fall in Kombination mit einem unbestimmten Artikel. Die Deklination des vierten Falles variiert je nach Geschlecht, Anzahl und bestimmtem oder unbestimmtem Artikel des Nomens. Der vierte Fall wird dabei in der Regel für das direkte Objekt eines Verbs oder nach bestimmten Präpositionen verwendet.

Bestimmter Artikel

Singular Plural
Maskulin Den Mann Die Männer
Feminin Die Frau Die Frauen
Neutrum Das Kind Die Kinder

Unbestimmter Artikel

Singular Plural
Maskulin einen Mann -
Feminin eine Frau -
Neutrum ein Kind -

Merke: Der Akkusativ des definiten und indefiniten Artikels unterscheidet sich nur im maskulinen Singular vom Nominativ. Wie du also siehst, verändert sich hier der maskuline Artikel, aber bei den weiblichen und neutralen Nomen bleiben der Nominativ und Akkusativ gleich.

Ohne Artikel

Singular Plural
Maskulin neuen Mann neue Männer
Feminin neue Frau neue Frauen
Neutrum neues Kind neue Kinder

Dies ist eine grundlegende Übersicht zur Deklination der Artikel und Änderungen des Substantivs im Akkusativ. Es existieren weitere Sonderfälle und Ausnahmen, insbesondere bei unregelmäßigen Nomen.

Verwendung und Beispiele

Der vierte Fall wird in verschiedenen Kontexten verwendet und kann auch verschiedene Funktionen im Satz übernehmen, wodurch unterschiedliche Satzglieder beeinflusst werden können.

Direktes Objekt

In einem Satz mit mehreren Objekten wird unterschieden zwischen dem direktem und indirektem Objekt. Das direkte Objekt steht immer im Akkusativ, insofern das Verb dies verlangt. Um das direkte Objekt zu erkennen, muss untersucht werden, welches Wort die Handlung des Verbs erhält.

Beispiele

Ich schreibe meiner Mutter eine Postkarte aus dem Urlaub.

  • Wen oder was schreibst du?
  • Das Verb «schreiben» bezieht sich auf die Postkarte.

 Akkusativobjekt

In einem Satz mit nur einem Objekt wird dieses als direktes Objekt im Akkusativ ausgedrückt. Dies ist nicht der Fall, wenn ein bestimmtes Verb einen anderen Fall verlangt. Das Akkusativobjekt ist das Element im Satz, das unmittelbar von der Handlung des Verbs betroffen ist.

Beispiele

Ich lese das Buch.

  • Wen oder was liest du?
  • «Das Buch» ist das direkte Objekt.

Präpositionen

Wörter, die im vierten Fall vorliegen, treten im Deutschen häufig im Zusammenhang mit Präpositionen auf. Der Kasus der Ergänzungen von Präpositionen wird von der jeweiligen Präposition vorgegeben. Zu diesen Präpositionen mit Akkusativ gehören: durch – für – gegen – ohne – um – entlang

Beispiele

Ich gehe durch den Park.

  • Durch wen oder was gehst du?
  • «Den Park».

Pronomen

Pronomen werden auch entsprechend dem vierten Fall dekliniert. Dabei verfügen die meisten Pronomen sogar über eine festgelegte Deklinationsform, die du kennen solltest.

Beispiele

Ich sehe ihn.

  • Wen oder was siehst du?
  • «Ihn» ist das direkte Objekt und steht im vierten Fall.

Persönliche und unbestimmte Pronomen ändern ihre Form im vierten Fall, im Folgenden findest du die Deklination der Pronomen im Akkusativ:

Pronomen Pronomen im Akkusativ Beispiel
ich mich Er mag mich.
du dich Ich mag dich.
er ihn Ich mag ihn.
sie sie Ich mag sie.
es es Er mag es.
wir uns Sie mögen uns.
ihr euch Ich mag euch.
sie sie Ich mag sie.
Sie Sie Er mag Sie.
jemand jemanden Er mag jemanden.
niemand niemanden Er mag niemanden.

Transitive Verben

Ein transitives Verb ist ein Verb, das ein direktes Objekt benötigt und dieses steht in der Regel im Akkusativ. Transitive Verben können somit das Akkusativobjekt verlangen. Das Gegenteil davon ist intransitiv, wobei hier ein Dativ erforderlich ist, da es hier um ein indirektes Objekt geht.

Beispiele

  • Du liest ein Buch.
  • Ich kaufe eine Cola.
  • Ich schaue eine Serie.

Das Gegenteil von transitiven Verben sind intransitive Verben, wobei diese den Dativ erfordern, da es sich hier um ein indirektes Objekt handelt.

Adverbialer Akkusativ

Der adverbiale Akkusativ, auch bekannt als Umstandsakkusativ oder akkusativischer Adverbialausdruck, ist ein Akkusativobjekt, das nicht direkt ein Objekt im herkömmlichen Sinne (wie eine Person oder eine Sache) bezeichnet, sondern eher Umstände, Zustände, Zeitdauern oder Entfernungen angibt. Er wird verwendet, um Antworten auf Fragen wie „Wie lange?“, „Wie oft?“ oder „Wie weit?“ zu geben.

Im Gegensatz zum «normalen» Akkusativ, der die Frage «Wen oder was?» beantwortet, werden mit dem adverbialen Akkusativ Wie-Fragen beantwortet.

Beispiele

Zeitdauer

  • Wir arbeiten den ganzen Tag. (Wie lange arbeiten wir?)

Häufigkeit

  • Er besucht mich zweimal pro Woche. (Wie oft besucht er mich?)

Entfernung

  • Sie lief einen Kilometer. (Wie weit lief sie?)
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Sonderfälle

Im vierten Fall gibt es abgesehen von den regelmäßigen Anwendungen auch bestimmte Ausnahmen.

Richtungsangaben

Der vierte Fall wird auch verwendet, um eine Richtung oder ein Ziel anzuzeigen, insbesondere bei Ortsangaben. Außerdem können nach bestimmten Verben der Bewegung Richtungsangaben im Akkusativ stehen, um das Ziel der Bewegung anzugeben. Zielangaben durch Präpositionen und ohne sind möglich.

Beispiele

  • Ich fahre ins Krankenhaus.
  • Wir gehen in die Stadt.
  • Er geht die Straße entlang.

Eigennamen

Eigennamen bleiben meistens im vierten Fall unverändert. Sie bekommen keine spezielle Endung. Außerdem können Eigennamen in einem Satz ein Akkusativ sein, auch ohne einen vorgestellten Artikel.

Beispiele

  • Ich sehe Marie.
  • Ich kaufe einen neuen Tesla.
  • Wir besuchten letztes Jahr Berlin.

Häufig gestellte Fragen

Er ist der vierte Fall im Deutschen und um ihn in einem Satz zu erkennen, kannst du dir die Frage stellen „Wen oder was?“

Ein Beispielsatz lautet „Ich mag die Katze.“ Wen oder was magst du? «Die Katze» steht somit im Akkusativ.

Es handelt sich um die 4 Fälle in der deutschen Grammatik. Diese werden auch als Kasus bezeichnet.

Es wird in einem Satz die Antwort auf die Frage „Wen oder was?“ gesucht.

Er zeigt im Regelfall das direkte Objekt in einem Satz.